ONE of 10
Tag 1 – Von Dresden nach Leipzig
Wilma steht seit zwei Tagen fertig gepackt in den Startlöchern: die Kette geölt (ja, kein Wachs), die Reifen aufgepumpt und die Taschen montiert. Heute ist Start meiner Tour nach Manchester. Zwei Wochen werde ich unterwegs sein.
Die Etappen diesmal viel entspannter als bei meinen letzten Bikepacking-Reisen. Es gibt keine Tour über 200 km, dafür aber ein paar mehr Höhenmeter und vor allem mehr Tage, die ich unterwegs sein werde. Ich bin gespannt, freue mich auf die Reise – aber erstmal muss ich noch ein bisschen arbeiten.
Deswegen geht es erst nach dem Mittag los, und zur Einstimmung auch erst einmal „nur“ 120 km bis nach Leipzig. Das Wetter meint es gut. Vielleicht ein bisschen zu gut – aber dazu komme ich später.
Kurz vor Abfahrt geht es für Wilma noch einmal auf die Waage... 20,5 kg. Puh. Aber da muss ich jetzt durch. Denn mit leicht packen, weil es Sommer ist, ist hier nichts. Das Wetter ist durchwachsen, und so muss ich von Regenhose bis zum langen Trikot einfach alles mitnehmen.
12:30 Uhr rollen Wilma und ich endlich los. Die Route ist nicht neu für mich – geht erstmal ein bisschen auf dem Elberadweg bis hinter Meißen, und dann drehen wir ab und fahren in Richtung Oschatz.
Dort der erste Stopp nach knapp 60 km: Flaschen auffüllen. Das Wetter meint es mit seinen 30 Grad nämlich ziemlich gut. Einkaufen im Norma ist auch anders wild hier in Oschatz.
Mit vollen Flaschen geht es über diverse Dörfer bis nach Wurzen. Dort freue ich mich, am SV Blau-Weiß vorbeizufahren, wo ich im Mai zu meinem ersten Brevet gestartet bin.
Die Strecke ist nicht weiter spektakulär, aber gut zu fahren.
Nach 120 km komme ich in Leipzig an, darf netterweise meine Wilma mit ins Zimmer nehmen und springe unter die kalte Dusche. Ich möchte mich auch überhaupt nicht über das Wetter beschweren. Ich denke, ich halte die Wärme jetzt ein bisschen fest und versuche sie für schlechte Tage zu speichern.
Next Stop: Rewe. Erstmal schön die Sushi-Theke geplündert! Natürlich nur Veggie – als ob ich Fisch essen würde... genauso wenig wie Bananen :)
Und das war’s dann auch schon für heute. Zum Glück, keine nennenswerten Zwischenfälle, worüber wir auch sehr froh sind.
Den restlichen Abend verbringe ich mit der Zusammenfassung der Tour de France, Yoga und dem Checken der Route für morgen – und dann ab ins Bett.
Ach ja... doch! Einen wirklich schlimmen Zwischenfall gab es dann doch:
Ich habe meine Wimperntusche vergessen!

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