Aur Gotland 2/3
Tag 2: Rund um Gotland
Um 6 Uhr klingelt der Wecker – und keiner hat wirklich Lust aufzustehen. Draußen ist es verdammt kalt. Das Meer ist ruhig, und die Luft ist wärmer. Im Sonnenaufgang sieht es wahnsinnig schön aus, wie das Wasser dampft. Aber draußen ist es eben kalt – und das Bett warm. Nützt ja nix … also raus: Fahrräder packen, Cottage putzen. Ja, die Endreinigung hätte uns sonst nochmal 120 € gekostet.
Kurz vor 8 Uhr stehen wir am Supermarkt, kaufen ein und frühstücken. Später am Meer mit Sonne schmeckt es gleich viel besser. Die Wege sind teilweise ziemlich rüttelig, und wir sind auch irgendwie ziemlich müde. Aber die Strecke ist einfach nur schön. Das Wetter ist top und in der Sonne angenehm warm. Und alles ist relativ flach – es geht halt immer irgendwie mit ein bis drei Prozent nach oben, aber gefühlt nie nach unten.
Einen Peak zeigt die Karte in der Mitte – und der wird auf jeden Fall „lustig“. Fahrbar ist der nämlich nicht. Ein hike your bike-Anstieg über Steine, durch den Wald nach oben. Oben angekommen steht ein riesiger Aussichtsturm. Eigentlich klettere ich sonst gern überall hoch, aber heute mache ich mir fast ins Hemd. Ohne Räder natürlich, aber über fünf Leitern nach oben. Ich sag mal so: spektakulär war die Aussicht jetzt nicht – aber cool war’s allemal.
Auf dem Trockenen sitzt heute niemand: Ein Supermarkt liegt auf der Strecke und versorgt uns mit leckerer Trocadero-Limo. Danach geht’s noch zu einem Leuchtturm und dann zu unserer Unterkunft. Und die ist wirklich wunderschön. Auf einem Reiterhof stehen lauter kleine Cottages. Da es nachts so kalt ist, bekommen wir aber ein Upgrade: ein Zimmer im Haus. Richtig schön, traditionell eingerichtet – überhaupt ist hier alles super liebevoll gestaltet.
Heute Abend entscheiden wir uns, im Saloon zu essen. Denn im Restaurant auf dem Hof ist Pizzaabend – und die Pizza ist der absolute Hammer. Mega lecker!
Jetzt heißt es aber: ab ins warme Bett.
Morgen gibt’s wieder Parkplatzromantik.

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